Serbien – unterschätzt und wunderschön
Freitag, 4 Juni 2010

© backkratze
Serbien ist etwa so groß wie Ã-sterreich und hat als Binnenland auf dem Balkan keinen eigenen Zugang zur Adria. Es ist der größte Nachfolgestaat des ehemaligen Jugoslawiens und grenzt u.a. an Ungarn, Rumänien, Bulgarien, Kroatien und Montenegro, mit dem es bis Juni 2006 den gemeinsamen Staat Serbien-Montenegro bildete. Touristisch ist es zwar nicht so bekannt wie Mallorca oder Kreta, aber durchaus eine Reise wert!
Serbien ist heute eine eigenständige parlamentarische Republik und strebt die EU-Mitgliedschaft an. In Serbien ist Serbisch in kyrillischer Schrift als offizielle Amtssprache deklariert, aber regional werden auch andere Sprachen wie etwa ungarisch in der Provinz Vojvodina gesprochen. Neben der kyrillischen Schrift wird oft auch die lateinische Schrift im Land verwendet. Bezahlt wird in der Republik mit dem Dinar (RSD), hiervon sollte man also immer etwas in der Geldbörse oder den Handtaschen haben.
Eine der bekanntesten Sehenswürdigkeiten ist das Eiserne Tor, ein imposantes Durchbruchstal an der Donau zur Grenze nach Rumänien. Früher war dieser Flussabschnitt als der gefährlichste der Donau gefürchtet. Seit dem Kraftwerksbau wurde er entschärft und ist heute ein Highlight am Nationalpark Djerdap.
Aber das Land auf dem Balkan hat noch mehr zu bieten: Zahlreiche Mineral- und Thermalquellen haben einen gut entwickelten Kur- und Wellnesstourismus entstehen lassen. Erst allmählich spricht sich dies herum; so gilt Serbien noch als Geheimtipp.
Hauptstadt sowie kulturelles und wirtschaftliches Zentrum des Landes ist Belgrad (Beograd), gefolgt von Novi Sad, Nis und Kragujevac. Größter Flughafen ist der Nikola Tesla Airport in Belgrad. Serbien hat ein Kontinentalklima mit ausgeprägten Jahreszeiten und üblicherweise schneereichen Wintern. Im zentralen Serbien gibt es daher einige interessante Skigebiete für den Wintertourismus.
Als Urlaubsland ist Serbien eine wirklich Alternative zu Mallorca, Madeira, Italien oder Gran Canaria!